So wirken sich Essstörungen auf die Zahngesundheit aus

Essstörungen wie zum Beispiel Bulimie, die auch als Ess-Brech-Sucht bezeichnet wird, schaden nicht nur dem Körper und der Allgemeingesundheit, sondern auch den Zähnen. Zahnarzt Dr. Gaß aus der Eckhauspraxis in Würzburg informiert über die Hintergründe.

Ungefähr 600.000 Deutsche leiden an einer Essstörung. Hierzu zählen beispielsweise Magersucht bzw. Anorexia nervosa, Bulimie, die auch als Ess-Brech-Sucht bezeichnet wird, oder Binge-Eating, bei dem es zu plötzlichen, nicht kontrollierbaren Heißhungeranfällen kommt. Während sich Magersucht beispielsweise in einer Gewichtsabnahme manifestiert, ist bei Binge-Eating auf Dauer das Gegenteil der Fall, die Gewichtszunahme.

 

Es ist weithin bekannt, dass Essstörungen, und zwar ganz gleich, um welche Art es sich handelt, schlimme Folgen für den menschlichen Körper haben können. Vor allem eine Essstörung, nämlich Bulimie, die auch als Ess-Brech-Sucht bezeichnet wird, wirkt sich aber nicht nur negativ auf die Allgemeingesundheit des Betroffenen aus, sondern zudem auf seine Zahn- und Mundgesundheit. Zahnarzt Dr. med. dent. Gerald Gaß aus der Eckhauspraxis in Würzburg zu den Hintergründen. 

 

Das häufigste Symptom: „Zahnschmelzerosion“

 

Eine Person, die an der Essstörung Bulimie leidet, erbricht sich häufig infolge der Nahrungsaufnahme. Beim Erbrechen kommen die Zähne immer wieder mit der hochätzenden Magensäure in Kontakt, sodass es bei fast allen Erkrankten auf Dauer zur Abtragung des den Zahn schützenden Zahnschmelzes und der Freilegung des darunter befindlichen Zahnbeins (Dentin) kommt. Dieser Vorgang wird auch als sogenannte „Zahnerosion“ bzw. „Zahnschmelzerosion“ bezeichnet.

 

Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass bei ungefähr 89 Prozent der an Bulimie Erkrankten die Diagnose „Zahnschmelzerosion“ vorliegt. Neben der säurebedingten Zerstörung der Zahnsubstanz, dem wohl auffälligsten und häufigsten Symptom, wirkt sich die Essstörung jedoch noch weiter negativ auf die Mundgesundheit aus. Die Mangelernährung zieht eine Nährstoffunterversorgung des Körpers nach sich, und diese wiederum kann dem Weichgewebe im Mund schaden. Schlechter Atem oder die Bildung von Geschwüren sind dann die Folge.

 

Hinzu kommt, dass viele Ess-Brech-Sucht-Erkrankte in verstärktem Maße auf Mundhygienemaßnahmen achten. Und das kann tatsächlich auch negative Folgen haben: Bulimiker üben beispielsweise beim Zähneputzen zu viel Druck auf die Zahnoberflächen aus, sodass die Kauflächen mit der Zeit flach werden, Restaurationen oder auch die Frontzähne brechen können und Zähne bald weniger weiß wirken, da das unter dem Zahnschmelz liegende gelbliche Zahnbein durchschimmert.

 

In der Eckhauspraxis in Würzburg können sich Patienten und Patientinnen, die unter Bulimie oder einer ähnlichen Essstörung leiden, vertrauensvoll an Zahnarzt Dr. Gaß & Partner wenden. Gern besprechen wir in einem ausführlichen Gespräch, welche Prophylaxemaßnahmen wir ergreifen können, um Ihre Zähne zu schützen und zu erhalten. Hierzu gehört beispielsweise eine Anleitung, wie Sie Ihre Zähne auf schonende Art und Weise putzen können oder was es hinsichtlich der Erkrankung noch so zu beachten gibt. Außerdem klären wir Sie auch über fluoridhaltige Produkte wie Zahnpasten, Gels oder Spülungen auf, die den Zahnschmelz stärken oder über Mineralpräparate, die bei der Neutralisation von Säuren im Mundraum helfen. Zudem können wir Ihnen selbstverständlich Adressen von Spezialisten übermitteln, die sie dabei unterstützen, Ihre Essstörung in den Griff zu bekommen.

Haeusliche-Mundhygiene

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